


Urban-space-exploration
Mannequins or people? Then again, they were also the same thing: Models. … As a result, the scene, the City, became different things: an immutable site of dead signs, or a living part of everyday life, or a vital place of an erotic urban unconscious, or the abstract space of underlying capitalist social relations? Steve Pile, The body and the city, 1995
Urbanität als die spezifisch städtische Lebensweise war zu jeder Zeit an andere Herausforderungen geknüpft und wurde demnach anders diskutiert und konnotiert. Fokussierte man sich um die Wende zum 20.Jh. auf die Frage, was Stadt in der Wechselwirkung von ökonomischen, gesellschaftlichen und sozialpsychologischen Gesichtspunkten ausmacht, rückten in den 60er Jahren die städtebaulichen Auswirkungen der Nachkriegsmoderne und das gesellschaftlichen Umdenken in den Vordergrund. Die sich herausbildende Informationsgesellschaft, demographische Veränderungen und zunehmende Globalisierung führten einerseits zu der Forderung eines sozialpolitischen progressiven Umgangs mit der neuen Situation, andererseits zur Rückbesinnung auf konservative Werte.Bis heute hat sich das Diskussionsfeld weiter aufgefächert hinsichtlich einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft, Segregationstendenzen, Nachhaltigkeitsdebatten und des wachsenden Wettbewerbs unter den Städten, um nur einige Aspekte zu nennen.
Stadt ist ein außerordentlich komplexes Gebilde - womit sich Stadtforschung auf vielen verschiedenen Ebenen bewegt. Hiermit sind sowohl die Methoden, das Erkenntnisinteresse, als auch die Untersuchungsfelder gemeint.
Urban-space-exploration möchte sich in verschiedenen Kooperationen der Erforschung des städtischen Raumes als der gegenseitigen Bedingtheit von gesellschaftlichem, morphologischem und symbolischem Raum von wissenschaftlicher, experimenteller, künstlerischer und planerischer Seite aus nähern.
